Der Musikverein „Harmonie“ Feldrennach informiert…

 

Wie in jedem Jahr, steht auch 2021 wieder das Frühjahrskonzert an. Leider kann es jedoch auch 2021 aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt in der Turn- und Festhalle Feldrennach stattfinden. Aber wir hatten eine andere Idee… lassen Sie sich überraschen von unserem „ausgefallenen Konzert“… und das gilt in jeder Beziehung.

Überzeugen sie sich am besten selbst von dem Ergebnis. Wir freuen uns schon auf Sie! Wenn der Countdown erreicht ist, gibt es hier den Link zum Konzert. Einfach klicken.

 

Unser "ausgefallenes ausgefallenes" Konzert 2021

 

Machen Sie es sich auf der Couch bequem, mit einer Flasche Bier oder Wein und staunen und freuen Sie sich über Ihren Musikverein. Falls Sie an diesem Termin verhindert sein sollten – keine Sorge, das Konzert wird danach auch weiterhin zum Ansehen bereitgehalten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!!!

Ihr Musikverein „Harmonie“ Feldrennach

2014:

 

Der Musikverein "Harmonie" Feldrennach e.V. wurde im Jahre 1925 gegründet. Er zählt zur Zeit 329 Mitglieder (61 aktive Mitglieder, 191 passive Mitglieder, davon 26 Ehrenmitglieder) und hat in seiner 94-jährigen Vereinschronik viele Höhen und Tiefen durchlebt.

 

Unsere Register

Tenorhörner 

 

Saxofone

 

Klarinetten

 

Trompeten

 

Querflöten

 

Posaunen

 

Nachdem sich Hermann Jägle durch seine Heirat in Feldrennach seßhaft machte, fand er einige Musikfreunde welche die Idee hatten einen Musikverein zu gründen. Nach einem Plakatanschlag bei Karl Genthner mit dem Aufruf zur Gründung eines Musikvereins wurde am 6. Januar 1925 im Gasthaus "Lamm" eine Gründungsversammlung abgehalten. Die anwesenden Gründungsmitglieder Hermann Jägle, Christian Schönthaler, Robert Schönthaler, Karl Kern, Karl Feig, Hermann Hörter, Albert Schönthaler, Friedrich Schönthaler, Robert Schönthaler, Eugen Dengler, Friedrich Mauer II, Albert Wacker, Wilhelm Reiser, Karl Genthner, Eugen Gossenberger, Wilhelm Bürkle, Wilhelm Schönthaler, Otto Schönthaler II und Hermann Fauth wählten Hermann Jägle zum 1. Vorsitzenden. Karl Feig stellte sich als Dirigent zur Verfügung und musste den ungeschulten Musikfreunden zunächst die Grundbegriffe der Musik beibringen. Als Vereinslokal wählte man das Gasthaus zum "Hirsch". Ein besonders schwieriges Problem war die Beschaffung der notwendigen Instrumente. Es waren noch keine Mittel da, auf die man hätte zurückgreifen können. Insgesamt mussten 18 Musikinstrumente angeschafft werden. Jeder Musiker musste eine Anzahlung leisten und sein Instrument abverdienen. Das verlangte für die damalige Notzeit viel Idealismus. Die Musikproben wurden regelmäßig mit dem nötigen Eifer besucht. Nach kurzer Anlaufzeit übernahm als ständiger Dirigent Herr Ernst Becht die musikalische Leitung des Vereins. Mit diesem tüchtigen Dirigenten waren für den neu gegründeten Verein die Voraussetzungen einer erfolgreichen Entwicklung der Kapelle gegeben. Trotz der damaligen Ungunst der Zeit entfaltete der Verein eine rege Tätigkeit, so dass am 13. Juni 1926 die Lyra-Weihe unter Mitwirkung befreundeter Vereine in feierlicher Form in der hiesigen Kirche durchgeführt werden konnte. Der Musikverein Langenalb übernahm dabei die Patenschaft. Die musikalischen Leistungen der Kapelle verbesserten sich so, dass sie beim großen Preisspielen in Altensteig im Jahre 1927 für gute Wiedergabe ihres Wertungsstückes einen 1b Preis erhielt. Dank der hervorragenden Leistungen beim Musikfest in Busenbach am 18. Mai 1930 konnte bei diesem Preisspielen die zweit höchste Punktzahl erreicht werden. Im Jahre 1937 entstand aus dem Musikverein "Harmonie" die Feuerwehrkapelle. Diese Umwandlung war für die Weiterentwicklung des Vereins nicht gerade günstig.

Dann kam der unselige 2. Weltkrieg mit all seinen Grauen und Schrecken. Zahlreiche Musiker mussten zum Heeresdienst, so dass die Kapelle zwangsläufig in Ruhestellung war. Leider hat dieser Krieg große Opfer unter den Musikkameraden gefordert. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Als die verheerenden Folgen des 2. Weltkrieges, von denen insbesondere unser Heimatort Feldrennach schwer betroffen war, einigermaßen beseitigt und überwunden waren und die französische Militärregierung die Gründung von Vereinen wieder zuließ, regten sich die musikalischen Interessen wieder. So kam durch die Initiative von Hermann Fauth am 8. Januar 1949 eine Neugründung des Musikvereins "Harmonie" zustande. Der größte Teil der Instrumente, sowie sämtliche Unterlagen waren durch die Kriegsgeschehnisse vernichtet, so dass man fast von vorne beginnen musste.

Das 25-jährige Jubiläum stand vor der Tür und man bemühte sich, diese Festlichkeiten im gebührenden Rahmen durchzuführen. Unter dem Vorsitz von Friedrich Schönthaler wurde dieses Jubiläum und die anfallenden Vorbereitungen mit Erfolg durchgeführt. Jedoch trübte sich bald darauf der Glanz der aufstrebenden Kapelle durch den Austritt zahlreicher Musiker bis an die Grenze des Minimalen. Beim 30 jährige Stiftungsfest des Musikvereins Busenbach wurde am Festzug zwar mitmarschiert, jedoch nicht mitgespielt, weil die Kapelle zu schwach besetzt war. Am Konzertspielen konnte Dank der Aushilfe einiger Musiker aus Langenalb und Pfaffenrot teilgenommen werden.

Ende 1951 wurde eine umfangreiche Musikerwerbung durchgeführt, wobei sich auch etliche jugendliche Interessenten meldeten. Zehn junge Musiker konnten nachgezogen werden. Doch trotz aller Bemühungen war es im Laufe der nächsten Jahre nicht möglich, die Kapelle entscheidend zu verstärken. Bei größeren Veranstaltungen waren meistens Aushilfsmusiker notwendig. Das Interesse der passiven Mitglieder war nicht sehr groß. Die auf den 30. Januar 1954 angesetzte Generalversammlung konnte wegen mangelnder Beteiligung der Mitglieder nicht abgehalten werden. Die Verwaltung und die Aktiven ließen sich nicht unterkriegen. Mit der Wahl von Gerhard Riegsinger als 1. Vorsitzender sowie mit der Verpflichtung von Heinz Habig als Dirigent wurde eine neue ära eingeleitet. Einige der früheren Aktiven erklärten sich bereit wieder mitzuwirken. Es konnten auch einige junge Musiker nachgezogen werden. Dies reichte jedoch nicht aus, die durch verschiedene Abgänge entstandenen Lücken zu schließen. Dank der Bemühungen aller wurde trotz der geringen Anzahl der Musiker ein guter musikalischer Stand erreicht, was besonders der Verdienst des Dirigenten Heinz Habig war. Erfolgreich durchgeführte Konzerte und Jahresfeste trugen nicht nur zur Leistungsbesserung sondern auch zur Verbesserung der finanziellen Lage bei.

Das Jahr 1975, kann man heute sagen, war der Umbruch in der Entwicklung des Musikvereins "Harmonie" Feldrennach. Die musikalische Zielsetzung wurde etwas höher gestellt und die personelle Umstrukturierung in der Verwaltung angestrebt. Im Spätsommer 1975 wurden schon die ersten Weichen für eine neue Form von Jugendausbildung gestellt. Man schickte 4 Jungen nach Neuenbürg in die Jugendmusikschule zur Ausbildung als Klarinettisten. Bei der Generalversammlung am 6. Januar 1976 wurde dann das von der Verwaltung angestrebte Konzept fundamentiert und als Vorsitzender ein passives Mitglied, Herbert Gemeinder, der Versammlung vorgeschlagen und von dieser auch einstimmig angenommen.

Somit wurde der bisherige aktive 1. Vorsitzende Dieter Wacker frei und konnte sich zusammen mit Rudi Rapp und Werner Stoll auf die Ausbildung unserer Jugend konzentrieren. Diese von Herrn Schornstein vorgezeigte Marschrichtung hat sich als enorm wichtig erwiesen, denn im Frühjahr 1976 konnte schon mit 18 Jugendlichen das Zusammenspiel als eigenständige Jugendkapelle begonnen werden. Diese Jugendlichen konnten zur Weihnachtsfeier 1976 der Öffentlichkeit vorgestellt werden und haben ihr Debüt hervorragend bestanden.

1977 zum Frühjahrskonzert konnte der Nachwuchs schon den ersten Teil des Abends bestreiten und sein Publikum im Sturm erobern. Auch das Kirchenkonzert konnte Dank der intensiven Ausbildung durch die Jugendkapelle bereichert werden. Die Jugendausbildung konzentriert sich nun intensiv auf den Unterricht in den Musikschulen.

1978 nahm unser Jugendorchester, das nun auf 20 Jugendliche angewachsen war, am Jugendkritikspiel in Forst teil und erhielt mit den Musikstücken "Kleine Festmusik" und "Serenade for Michel" in der Stufe mittelschwer die Note "sehr gut". Diese Entwicklung zeigte sich positiv, so dass im Jahre 1979 anlässlich der 700 Jahrfeier unserer Gemeinde das Jugendorchester zu den Senioren integriert werden konnte.

Nun war der Durchbruch geschaffen, doch die Verantwortlichen warben weiter bei der Jugend mit dem Erfolg, dass immer wieder musikbegeisterte Kinder zu finden waren.

Ein Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte war die Verlegung unserer Proben von unserem zu klein geworden Probenlokal "Zum Hirsch" nach Ottenhausen ins leerstehende Schulhaus. Diese Maßnahme wurde am Anfang aufgrund des größeren Aufwand an Fahrzeit nicht gleich akzeptiert. Doch die hoffnungsvolle Entwicklung gab den Aktiven und der Verwaltung das entsprechende Maß an Selbstvertrauen, um immer wieder den Mut und die Kraft aufzubringen, noch mehr zu leisten, und vor allen Dingen unserer Jugend ein Hort der Geborgenheit im Kreise Gleichgesinnter zu bieten und die Pflege und Erhaltung unserer Tradition für kommende Generationen weiterzugeben. Der Musikverein "Harmonie" Feldrennach konnte nach Umarbeitung seiner Satzung im Jahre 1981 notariell ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Neuenbürg eingetragen werden.

Nach 10-jähriger Tätigkeit unseres Dirigenten, Herrn Schornstein, hatte man einen Leistungsstand erreicht, den die kühnsten Träume der Vorjahre nicht hätten erträumen lassen, sei es auf kulturellem oder musikalischem Niveau, das durch die Perfektion und pädagogische Ausgewogenheit dieses Mannes zustande gekommen ist.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass der Musikverein "Harmonie" Feldrennach e.V. Ende des Jahres 1983 vom Bezirk Albtal im Blasmusikverband Karlsruhe mit der Austragung des Bezirksmusikfestes 1985 in Verbindung mit seinem 60-jährigen Jubiläum beauftragt worden ist.

Zum 60. Jubiläum suchte die "Harmonie" den Kontakt zu der schweizerischen Kapelle aus Zimmerwald-Niedermuhlern. Die Gastkapelle überzeugte am Sommerfest 1985 mit hervorragender musikalischer Leistung und übertrug ihre Spielfreude auch auf die Anwesenden. 2 Jahre später konnte wir einen Gegenbesuch abstatten, der allen unseren teilnehmenden Musikern unvergeßlich geblieben ist. Wir durften sie nach so langer Zeit auch bei unserem diesjährigen (2004) Bezirksmusikfestes wieder begrüßen.

Weitere Höhepunkt an diesem Sommerfest 1985 waren ein Massenorchester der Straubenhardter Vereine und ein zusammen mit dem Spielmannszug Pforzheim durchgeführter Zapfenstreich. Die Feuerwehr Feldrennach beteiligte sich an diesem Zapfenstreich durch die stimmungsvolle Beleuchtung des Zeltes mit Fackeln. Besonders an diesem Jubiläum zeigte sich auch das mittlerweile selbstverständliche gute Miteinander der örtlichen Vereine, das wenige Jahre zuvor eher von Konkurrenz und Mißgut gezeichnet war. Wie auch damals war 2000 der Festumzug ein zentraler Punkt des Festprogramms. Der damalige Bürgermeister und Schirmherr des Festes Walter Weissinger war voll des "Stolzes" auf den Musikverein und nannte die "Harmonie" einen "guten Botschafter nach innen und außen".

Aus diesen Worten wird auch die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Vereinen deutlich. Das dankten die Straubenhardter Musikvereine dem Bürgermeister mit einem gemeinsamen Ständchen zu seinem 60. Geburtstag 1987. Im Jahre 1988 überraschte der Musikverein Feldrennach die Anwohner mit dem 1. Straubenhardter Automarkt, der parallel zum Sommerfest stattfand. Mit dieser Besonderheit zeigte der damalige Vorsitzende Herbert Gemeinder neue Wege für festliche Veranstaltungen auf. Seither ist die Vorstandschaft der "Harmonie" bestrebt, gute Ideen in die Tat umzusetzen. Im darauffolgenden Jahr übergab Herbert Gemeinder sein Amt an Gerhard Delbeck, der allerdings zweieinhalb Jahre später aufgrund von Meinungsverschiedenheiten sein Amt niederlegte. In dieser Zeit, Ende 1990 bis Anfang 1992, lenkte Dieter Wackenhut als 2. Vorsitzender das Vereinsschiff bis Joachim Scheffler 1992 als 1. Vorsitzender das Steuer in die Hand nahm. Trotz dieser wechselhaften Zeit in der Vorstandschaft leistete der Verein viel Neues. Unter dem Jugendleiter Heinz Schönthaler wurde 1987 eine Schülerkapelle mit dem Dirigenten Alfred Graf der Öffentlichkeit vorgestellt. Heinz Schönthaler organisierte auch die kulinarische Verpflegung der Vereinsfeste, für die der Feldrennacher Musikverein weithin bekannt ist. Das Banholzfest am Vatertag ist durch das gute Miteinander von einer kleinen "Hocketse" zu einem beliebten Ausflugsziel der umliegenden Gemeinden geworden.

Ein schon langes angestrebtes und 1986 mit der Gemeindeverwaltung diskutiertes Ziel wurde erreicht: Im November 1989 wechselte der Musikverein vom Probenraum in Ottenhausen in das neu renovierte Vereinsheim am Marktplatz in Feldrennach. Gemeinsam mit dem Gesangverein wurde die Sanierung der ehemaligen Milchzentrale der Raiffeisenbank durch die Gemeinde von den Mitgliedern in den Jahren 88 und 89 tatkräftig unterstützt. Es ist das musikalische Herz von Feldrennach.

Der Musikverein gestaltet in vielfältiger Weise das gesellschaftliche Leben in Feldrennach. Das Frühjahrskonzert wurde zum ersten Mal bei drei Musikstücken von einem Sänger begleitet ("New York, New York"). Es folgte die Begleitung der Einweihung des Aussichtsturms "Schwanner Warte" nach seiner Restauration. Im Jahr 1991 macht der SDR seine "Nahaufnahme" im Vereinsheim von Feldrennach und die "Harmonie" spielte zur Freisprechung der Gesellen der Handwerkskammer in der Stadthalle Pforzheim. Bei der Landesgartenschau 1992 organisierten die einzelnen Vereine des Enzkreises und die Stadt Pforzheim wochenweise das Programm. In der Straubenhardter Woche durften die Musikvereine nicht fehlen. Zusammen mit den Kapellen aus Conweiler und Langenalb brachte die "Harmonie" auf der Gartenschau die Blumen durch Lieder zum Erblühen.

Ernst Schornstein verabschiedete sich 1995 als Dirigent vom Musikverein Feldrennach mit einem wundervollen Frühjahrskonzert. Er hat 22 Jahre lang den musikalischen Erfolg des Vereins geprägt und immer wieder neue Impulse in den Konzerten gesetzt. Die Trennung war für ihn und die Musiker nicht leicht, deshalb ist er immer noch ein oft und gern gesehener Gast bei unseren Veranstaltungen. Auch bei seinem Ausscheiden achtete er darauf, das die "Harmonie" rechtzeitig nach einem neuen Dirigenten Ausschau halten konnte. Ähnlich wie bei den Berlinern Philharmoniekern wurde die Suche angegangen. Guido Schumm wurde nach Testproben mit 2 Bewerbern von den Musikern als neuer Dirigent gewählt. Er schaffte es schnell die tadellose Arbeit seines Vorgängers mit eben solchem Elan fortzusetzen und die Aktiven in ihrer Entscheidung zu bestätigen. Er übernahm auch die Ausbildung von Nachwuchsmusikern und leitet, nach dem Ausscheiden von Alfred Graf, seit diesem Jahr die Jugendkapelle.

Ebenfalls 1995 zeigte die Verwaltung ihr gutes Gespür für eine gelungene Veranstaltung. Die Kastelruther Spatzen kamen als Hauptattraktion zum Sommerfest. Der Straubenhardter Fanclub der Band machte dies möglich. Feldrennach wurde überrollt von ca.2000 Fans aus ganz Süddeutschland. Einen eben solchen Höhepunkt bildete Oswald Sattler 1998. Es gehört aber mehr als eine bekannte Gruppe dazu, um ein gelungenes Fest zu veranstalten. Hubschrauberrundflüge, Bungee-Jumping, Modeschauen, Automärkte und das wichtigste, die Auftritte der Gastkapellen aus nah und fern müssen gut organisiert sein. Das ist ein beachtlicher Erfolg, der nur in der Gemeinschaft und unter Mithilfe von Freunden und Gönnern möglich ist. Die Liste der selbstlosen Helferinnen und Helfern ist lang. In dieser viel zu kurzen Zusammenfassung der vielen Geschehnisse können sie die Früchte ihrer Unterstützung erkennen.

Aufgrund der zunehmenden Gewichtung zur Erziehung des Nachwuchses wurde auf Anraten von ehemaligen Verwaltungsmitgliedern ein zweiter Verein aus der Wiege gehoben. Der Förderverein des Musikvereins "Harmonie" Feldrennach e.V. kümmert sich besonders um die zahlreichen Jungmusiker. Auf extra Seiten unseres Onlineauftritts können sie mehr darüber erfahren.

Das Jubiläumsjahr soll alle ermutigen auch für die kommenden Jahre einen Teil ihrer Energie für die gemeinsamen Ziele des Musikvereins mit einzubringen. Zu diesen Zielen zählen für die "Harmonie" nicht nur die Erhaltung traditioneller musikalischer Werte sondern auch das Begehen neuer Wege in der modernen Blasmusik.

In kleineren Rahmen wurde 1965 das 40-jährige Jubiläum würdig gefeiert. Durch den Austritt einiger älteren Musiker schrumpfte die Kapelle auf ein Existenzminimum zurück. Durch den Einsatz des jungen Vorstandes Dieter Wacker, sowie durch den Zusammenhalt der restlichen Musiker wurde auch diese Klippe heil umfahren. Neue Musiker konnten gewonnen werden. Dank dem Können und dem persönlichen Einsatz des Dirigenten Heinz Habig zeichnete sich eine stetige Leistungssteigerung ab. Nach dem Weggang von Dirigent Heinz Habig konnte Stefan Schäfer aus Ittersbach als neuer Dirigent gewonnen werden. Durch eine schwere Krankheit war es Stephan Schäfer nach kurzer Zeit nicht mehr möglich seine Dirigententätigkeit weiterhin auszuüben.

Die mit 23 Jugendlichen gegründete Schülerkapelle schrumpfte auf 10 zusammen, die dann der wieder eingesprungene Ehrendirigent Heinz Habig in die Kapelle übernehmen konnte.

Es war ein erneuerter Rückschlag, doch immerhin war nun eine Kapelle zustande gekommen, die, wenn alle anwesend waren, wenigstens eigenständig spielfähig war.

Man hoffte, den Jahren der Unbestimmtheiten und der Unausgewogenheiten entronnen zu sein. An dieser Stelle sei allen Vereinen der Nachbarschaft für die stete Hilfsbereitschaft und Unterstützung der Musikkameraden, die immer eingesprungen sind, gedankt. Ein besonderer Dank gilt auch dem in diesen Jahren amtierenden und ehemaligen Ehrenbezirksvorsitzenden Ignaz Weingärtner, der die Verbindung mit Feldrennach nie aufgegeben hat und dem auch unsere Zugehörigkeit zum Bezirk Albtal zu verdanken ist.

Am 1. März 1973 konnte zum ersten Mal wieder ein Lichtblick nach langer Zeit erhofft werden: ein neuer Dirigent hatte sich vorgestellt und war bereit, mit Feldrennach einen Versuch zu unternehmen. Herr Ernst Schornstein übernahm die Direktion und sagte: "Wir versuchen es; bis zum 50-jährigen sind es noch 2 Jahre." Es begann ein hartes Proben auf beiden Seiten, denn Herr Schornstein hatte sein Ziel durchblicken lassen, und die Aktiven wollten es genauso wissen.

Herr Schornstein brachte es fertig, bis zum 50-jährigen Jubiläum 1975 eine Kapelle zu formen, die in diesem Jahr in einer neuen schmucken Kleidung und zum ersten Mal mit einer gut fundierten musikalischen Vorbereitung auftreten konnte. Dieses Jubiläum war eine Solidaritätsdokumentation der örtlichen Vereine, denn alle Vereine hatten sich zu ihrem Musikverein bekannt und ihm die Unterstützung angedeihen lassen, die von der Gemeindeverwaltung, an der Spitze der damalige Bürgermeister Walter Weissinger, fundamentiert worden ist.

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